Unser NAFTA-Erbe

19. Mai 2017

(Mexiko-Stadt, 19. Mai 2017, la jornada).- Kurz vor dem Start der sogenannten „Modernisierung des Nordamerikanischen Freihandelsvertrages (NAFTA)“ prüfen die mexikanischen Verhandlungsführer*innen neue Zugeständnisse, damit der Vertrag überlebt. Obwohl Mexiko der Netto-Verlierer des trilateralen Abkommens gewesen ist, wollen die mexikanischen Funktionär*innen nun aus der Not eine Tugend machen und angeblich aus einer Position der Stärke heraus mit verschiedenen Trümpfen in der Hinterhand aufspielen.

Wechsel der Gemeinde-Autoritäten im Lacandonen-Urwald

14. Mai 2017

Wechsel der Gemeinde-Autoritäten im Lacandonen-Urwald

Wie jede drei Jahre, spielen bei der Wahl der Autoritäten in der Lacandonen-Gemeinde (Comunidad Lacandona) am 16. Mai eine Reihe sehr unterschiedlicher und mächtiger Interessen mit. Mehrheitlich sind es nicht die Interessen der indigenen Völker, die den Lacandonen-Urwald im Bundesstaat Chiapas bewohnen.

Bergbau, “Narco“ und indigene Gemeinden

9. Mai 2017

Rob McEwen ist ein wohlhabender kanadischer Unternehmer. Er ist Direktor und Haupteigentümer des Bergbaukonzerns McEwenMining. Die Gesellschaft investiert beträchtlich in Mexiko. Ewen ist hundertreichste Mann in Kanada und glaubt ungebrochen an den Wert des Goldes. Im April 2015 erlitt er einen harten Schlag. Ein Kommando überfiel das Bergwerk El Gallo 1, die in der Gebirgsregion von Mocorito im Bundesstaat Sinaloa liegt, und raubte 198 Kilo Gold. Die Diebe nahmen auf diese Weise 8,4 Millionen Dollar mit sich.

Respekt gegenüber unseren Territorien

18. März 2017

Mexiko-Stadt, 18. März 2017, la jornada).- Auf den Gemeindeböden von Cacahuatepec hat der Kampf für unser Territorium eine lange Geschichte. Es ist ein beispielhafter Einsatz, der uns als Bevölkerung hat wachsen lassen, denn wir lernten, uns gegen die Regierung zu verteidigen. Ständig mussten wir mehrere Kämpfe gleichzeitig führen: gegen die Bundesstromgesellschaft CFE, die Gouverneure, die Polizei, die Armee und die Kiesunternehmen.

Die entscheidende Phase hat begonnen

Sept. 2016

Mexiko hat zuletzt jährlich zwischen 50 000 und 60 000 Tonnen Honig produziert. Ungefähr die Hälfte geht in den Export, vor allem nach Europa. Einen bedeutenden Teil davon liefern die Imkerfamilien auf der Halbinsel Yucatán. Etwa 25 000 Maya-Familien in den Bundesstaaten Campeche, Quintana Roo und Yucatán beziehen große Teile ihrer Einkommen durch die Herstellung hochwertigen Bienenhonigs. Doch seit 2011 müssen die indigenen Imker um den guten Ruf ihres Honigs, ihre Bienenstöcke, ihre Umwelt und die eigene Gesundheit fürchten.

Monsanto-Bayer und die digitale Kontrolle der Landwirtschaft

17. September 2016

(Mexiko-Stadt, 17. September 2016, La Jornada).- Am Mittwoch, 14. September, akzeptierte Monsanto schlussendlich die dritte Kaufofferte von Bayer. Damit wird Bayer das größte globale Unternehmen für Agrargifte und Saatgut, nachdem es bereits einer der weltweit bedeutendsten Pharmakonzerne ist. Trotz der Dimension und der weitreichenden Implikationen handelt es sich jedoch nur um eine von mehreren jüngst konkretisierten Fusionen zwischen multinationalen Unternehmen des Agrobusiness.

Gensoja – Gemeinden und Organisationen setzen auf CIDH

18. August 2016

(Mexiko-Stadt, 18. August 2016, npl).- In ihrem Versuch, den Anbau von Gensoja auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán (Bundesstaaten Yuacatán, Campeche und Quintana Roo) zu stoppen, haben sich Gemeinden und Imkervereinigungen der Mayas und Umweltorganisationen jetzt auch an die Interamerikanische Menschenrechtsrechtskommission (CIDH) mit Sitz in Washington gewandt.

Unüberbrückbarer Graben zwischen Agrarexport und kleinbäuerlicher Landwirtschaft

15. Mai 2016

(Mexiko-Stadt, 15. Mai 2016, npl).- Es war eine Meldung, die aufhorchen ließ. Ende März verkündete Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto, die Nahrungsmittelexporte des Landes hätten sich zur zweitwichtigsten Devisenquelle hinter dem Industrieexport entwickelt. Damit bringen die Agrarausfuhren Mexiko mehr US-Dollar ein als Erdölexporte, der Tourismus und die Zahlungen der Mexikaner*innen in den USA an ihre zurückgebliebenen Familien.

Die Nacht von Iguala und der mexikanische Staat

26. April 2016

(Mexiko-Stadt, 26. April 2016, La Jornada-poonal).- Die Form wahrend, ist der letzte Bericht der Unabhängigen Interdisziplinären Expert*innengruppe (GIEI) dennoch inhaltlich demolierend. Er hinterfragt nicht nur die armselige gerichtliche Arbeit der Funktionär*innen, die mit den Ermittlungen zu den Ereignissen der Nacht von Iguala beauftragt waren. Er stellt die ureigene Glaubwürdigkeit des mexikanischen Staates in Frage.

Monsanto kämpft um seine Vorherrschaft

16. April 2016

(Mexiko-Stadt, 16. April 2016, La Jornada).- Seit dem vergangenen Jahr befindet sich die Chemie- und Saatgutindustrie in Eruption. Wenn wir nicht aufpassen, wird ihre giftige Asche auf unserem Teller landen. Monsanto, das weltweit größte Unternehmen für gentechnische veränderte Organismen (GVO) und kommerzielles Saatgut versuchte zweimal, Syngenta, den weltweit größten multinationalen Konzern für Agrargifte zu kaufen. Ziel: ein Mega-Unternehmen, das die Nummer 1 in beiden Sektoren gewesen wäre.