Die Nacht von Iguala und der mexikanische Staat

26. April 2016

(Mexiko-Stadt, 26. April 2016, La Jornada-poonal).- Die Form wahrend, ist der letzte Bericht der Unabhängigen Interdisziplinären Expert*innengruppe (GIEI) dennoch inhaltlich demolierend. Er hinterfragt nicht nur die armselige gerichtliche Arbeit der Funktionär*innen, die mit den Ermittlungen zu den Ereignissen der Nacht von Iguala beauftragt waren. Er stellt die ureigene Glaubwürdigkeit des mexikanischen Staates in Frage.

Monsanto kämpft um seine Vorherrschaft

16. April 2016

(Mexiko-Stadt, 16. April 2016, La Jornada).- Seit dem vergangenen Jahr befindet sich die Chemie- und Saatgutindustrie in Eruption. Wenn wir nicht aufpassen, wird ihre giftige Asche auf unserem Teller landen. Monsanto, das weltweit größte Unternehmen für gentechnische veränderte Organismen (GVO) und kommerzielles Saatgut versuchte zweimal, Syngenta, den weltweit größten multinationalen Konzern für Agrargifte zu kaufen. Ziel: ein Mega-Unternehmen, das die Nummer 1 in beiden Sektoren gewesen wäre.

Genmais: Kommerzieller Anbau bleibt untersagt

18. März 2016

(Mexiko-Stadt, 18. März 2016, ceccam).- Ein mexikanisches Bundesgericht hat am 8. März dem Agrarministerium des Landes verboten, die kommerzielle Aussaat von Genmais zu genehmigen und damit eine vor zweieinhalb Jahren getroffene Gerichtsentscheidung bestätigt.

GVO-Verunreinigung mit Vorsatz, Arglist und Vorteilsnahme

24. Januar 2016

Mexiko-Stadt, 09. Januar 2016, la jornada).- Mehr als zwei Jahre nach der gerichtlichen Suspendierung der Aussaatgenehmigungen für Genmais in Mexiko sind die Multis am Verzweifeln. Und im Rahmen ihrer Argumentationsflut in verschiedenen Tonarten – Halbwahrheiten, gefälschte oder aus dem Kontext gerissene Angaben, unverfrorene Lügen – haben Monsanto und Syngenta zugegeben: Mit dem Ausbringen der Genmaiskulturen wird der einheimische kleinbäuerliche Mais verunreinigt werden.

Die neue „Klimanormalität“

23. Januar 2016

(Mexico-Stadt, 23. Januar 2016, la jornada).- Eine so absurde und mit so vielen negativen Auswirkungen versehene Aktivität wie das Geo-Engineering als „normale“ Option erscheinen zu lassen, dafür wurde beim UNO-Klimagipfel (COP 21) im Dezember 2015 in Paris entscheidend der Weg geebnet. Es war vielleicht eines der schlimmsten Manöver dieses Treffen. Nicht nur wegen der implizierten Risiken, sondern weil die Mehrheit gar nicht bemerkte, was vor sich ging.

Konzernkannibalismus: Was uns bevorsteht

16. Januar 2016

(Mexico-Stadt, 26. Dezember 2015, la jornada).- Die Fusion zwischen Monsanto und Syngenta, zwei der weltweit größten und am meisten bekämpften Unternehmen, die Gensaatgut und Agrargifte herstellen, schien auf einem schlechten Traum zu beruhen. Heute ist sie jedoch wahrscheinlich und es handelt sich nur um einen der spektakulären Zusammenschlüsse, die vor sich gehen.

Oberstes Gericht untersagt Anbau von Gensoja

12. November 2015

(Berlin, 10. November 2015, ceccam/poonal).- Der Oberste Mexikanische Gerichtshof, der einem Verfassungsgericht gleich kommt, hat die kommerzielle Aussaat von Gensoja auf der Halbinsel Yucatán untersagt. Er kam in einer am 4. November einstimmig gefassten Entscheidung zu dem Schluss, dass die im Mai 2012 von einer Fachabteilung des mexikanischen Landwirtschaftsministeriums dem Monsanto-Konzern erteilte Genehmigung keine Gültigkeit besitzt, da Verfassungsrechte der indigenen Völker verletzt wurden.

Allianz für Genmais ist Allianz für Multis

17. Oktober 2015

(Mexico-Stadt, 11. Oktober 2015, la jornada).- Ein Bündnis von Gentech-Multis trat am 29. September an die mexikanische Öffentlichkeit, um auf die Genehmigung der kommerziellen Aussaat von Genmais und Gensoja zu drängen. Mit ihrem Zusammenschluss bestätigen sie, dass die gentechnisch veränderten Saaten ein Schlüsselelement für die konzernbasierte Kontrolle der Nahrungsmittel sind.

Wir wollen Speisesäle, keine Futtertröge

08. Oktober 2015

(Mexico-Stadt, 03. Oktober 2015, la jornada).- Lediglich sechs Unternehmen kontrollieren 63 Prozent des weltweiten Handelssaatgutes, 75 Prozent der Agrargifte und 75 Prozent der entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Privatsektor. Es handelt sich um Monsanto, Dupont-Pioneer, Syngenta, Dow, Bayer und BASF. Zusammen kontrollieren sie 100 Prozent des Gensaatgutes im Handel. Die Zahlen sind erdrückend, doch die Unternehmen wollen noch mehr. Am 30.

Interview: Die Morde von San Juan Copala und an den Studenten von Ayotzinapa sind „Symptom derselben Krankheit“

06. Oktober 2015

(Berlin, 29. September 2015, npl).- Sie lassen bei ihrer Forderung nach Aufklärung nicht locker. Ende September befanden sich die finnische Parlamentsabgeordnete Satu Hassi (Grüne) und die deutsche EU-Parlamentarierin und Vizepräsidentin der europäischen Grünen-Fraktion Franziska Keller zu ihrem achten bzw. im Falle Kellers siebten Kurzbesuch seit 2010 in Mexiko. Beide drängen bei Bundes- und Landesbehörden auf Ermittlungserfolge bezüglich der Morde an der mexikanischen Aktivistin Beatriz „Bety“ Alberta Cariño und dem finnischen Beobachter Jyri Jaakkola am 27.