Schlappe für Genmais-Gegner*innen

25. August 2015

(Mexiko-Stadt, 24. August 2015, npl).- Für die mexikanischen Genmaisgegner*innen war es eine kalte Dusche: Am 19. August hob ein Bundesrichter des zwölften Distriktgerichtes in Zivilsachen in Mexiko-Stadt das Genehmigungsverbot für die Aussaat von Genmais auf. Nur die sofortige Berufung gegen die Entscheidung verhinderte, dass die vor knapp zwei Jahren von einem anderen Richter desselben Distriktgerichtes getroffene Vorsorgemaßnahme gegen die Genehmigungen gekippt wurde.

Die Militarisierung Oaxacas und die Lehrer*innenschaft

23. August 2015

(Mexiko-Stadt, 18. August 2015, la jornada).- In Oaxaca tauschten Tausend Gendarmen die Gewehre gegen Quasten. Statt die organisierte Kriminalität zu bekämpfen wurden sie losgeschickt, Schulen anzustreichen, Rohrleitungen zu reparieren und Rasen zu mähen. Statt die Bevölkerung vor dem Verbrechen zu schützen, lautet der Befehl, Schulen zu erneuern. Am 12.

Fallbeispiel Gensoja: Menschenrechtskommission bekräftigt Recht der indigenen Völker auf Konsultation

09. August 2015

(Berlin, 09. August 2015, poonal).- Die staatliche Nationale Menschrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de los Derechos Humanos) hat festgestellt, dass das mexikanische Landwirtschaftsministerium (Sagarpa) das Recht der indigenen Völker auf eine freie, vorherige und informierte Konsultation mehrfach verletzt hat. Hintergrund ist die Sagarpa-Genehmigung für den Anbau von Gensoja auf der Halbinsel Yuacatán. Dagegen hatten mehrere Maya-Gemeinden mit Hinweis auf die fehlende Konsultation und internationale Abkommen erfolgreich geklagt.

„Blitzkrieg“ gegen die Lehrer*innen

04. August 2015

(Mexiko-Stadt, 24. Juli 2015, la jornada).- Bedrängt vom öffentlichen Spott, den die Flucht von Joaquín „Chapo“ Guzmán provozierte, von der unaufhaltsamen Abwertung des Peso, von der stagnierenden Wirtschaft, vom Scheitern der ersten Ausschreibungsrunde für Ölfelder und der ununterbrochenen Menschenrechtsverletzungen, hat sich die Regierung von Enrique Peña Nieto entschlossen, ihr Versagen mit einer Rauchwolke zu umhüllen und die Flucht nach vorne anzutreten.

Der neue Krieg gegen die indigenen Völker

30. Juli 2015

(Mexiko-Stadt, 25. Juli 2015, la jornada).- Auf den Kampf der indigenen Völker Mexikos gegen die Ausplünderung und für ihre Sicherheit hat die Regierung solch eine aggressive Antwort gegeben, dass mehrere Beobachter*innen an einen neuen Vernichtungskrieg gegen sie denken. Eine Reihe von Ereignissen ergibt ein Gesamtbild, das sich zu dieser Vermutung verdichtet.

Mit Rückenwind vom Papst gegen Genmais

10. Juli 2015

(Mexiko-Stadt, 9. Juli 2015, poonal).- Zwei Jahre nach der eingereichten Kollektivklage gegen die kommerzielle und experimentelle Aussaat von Genmais in Mexiko verweisen die Initiator*innen auf Rückenwind von Papst Franziskus. In einer Pressekonferenz hob der Priester Miguel Concha, Leiter des Menschenrechtszentrums Fray Francisco de Vitoria, die päpstlichen Aussagen gegen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der jüngst veröffentlichten Enzyklika „Laudato si“ hervor.

Transgene keine Lösung für Lebensmittelproduktion

Weitere Journalist*innenmorde

08. Juli 2015

(Berlin, 08. Juli 2015, npl).- Die Liste der ermordeten Journalist*innen in Mexiko verlängerte sich innerhalb von einer Woche um drei weitere Personen. Am 2. Juli erschossen Unbekannte den Radiojournalisten Filadelfo Sánchez Sarmiento in der Stadt Miahuatlán, Bundesstaat Oaxaca. Sánchez Sarmiento, der auch für verschiedene Zeitungen in Oaxaca schrieb, hatte gerade seine Nachrichtensendung in der Station „La Favorita“ beendet. Nach unterschiedlichen Angaben erwarteten ihn ein oder zwei Personen auf der Straße und brachten ihn mit neun Schüssen um.

Die Verdammten der Sierra Norte

03. Juli 2015

(Mexiko-Stadt, 02. Juli 2015, la jornada).- Zu den Landesregionen, in denen Megaprojekte die Territorien der indigenen Völker außerordentlich beeinträchtigen, gehört die Sierra Norte von Puebla. Und zwar wirklich heftig. Mehr als 180.000 Hektar dieser Gebirgsregion sind für Bergbauprojekte, Wasserkraftwerke und Vorhaben mit fossilen Brennstoffen konzessioniert. Allein im Bergbau gibt es 103 Konzessionen in den Händen von Unternehmen aus acht Ländern.

Selbstversorgung mit Genmais?

18. Mai 2015

(Mexiko-Stadt, 12. Mai 2015, la jornada).- Im Rahmen des in Kürze beginnenden Prozesses über das Anbauverbot von Genmais „auf offenem Feld” in Mexiko, erging eine Aufforderung des vorsitzenden Bundesrichters des 12. Zivilgerichts in Mexiko-Stadt an die Beklagten: das Landwirtschaftsministerium (Sagarpa), das Umweltministerium (Semarnat) sowie mehrere von Monsanto angeführte multinationale Konzerne.