Mit Rückenwind vom Papst gegen Genmais

10. Juli 2015

(Mexiko-Stadt, 9. Juli 2015, poonal).- Zwei Jahre nach der eingereichten Kollektivklage gegen die kommerzielle und experimentelle Aussaat von Genmais in Mexiko verweisen die Initiator*innen auf Rückenwind von Papst Franziskus. In einer Pressekonferenz hob der Priester Miguel Concha, Leiter des Menschenrechtszentrums Fray Francisco de Vitoria, die päpstlichen Aussagen gegen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der jüngst veröffentlichten Enzyklika „Laudato si“ hervor.

Transgene keine Lösung für Lebensmittelproduktion

Weitere Journalist*innenmorde

08. Juli 2015

(Berlin, 08. Juli 2015, npl).- Die Liste der ermordeten Journalist*innen in Mexiko verlängerte sich innerhalb von einer Woche um drei weitere Personen. Am 2. Juli erschossen Unbekannte den Radiojournalisten Filadelfo Sánchez Sarmiento in der Stadt Miahuatlán, Bundesstaat Oaxaca. Sánchez Sarmiento, der auch für verschiedene Zeitungen in Oaxaca schrieb, hatte gerade seine Nachrichtensendung in der Station „La Favorita“ beendet. Nach unterschiedlichen Angaben erwarteten ihn ein oder zwei Personen auf der Straße und brachten ihn mit neun Schüssen um.

Die Verdammten der Sierra Norte

03. Juli 2015

(Mexiko-Stadt, 02. Juli 2015, la jornada).- Zu den Landesregionen, in denen Megaprojekte die Territorien der indigenen Völker außerordentlich beeinträchtigen, gehört die Sierra Norte von Puebla. Und zwar wirklich heftig. Mehr als 180.000 Hektar dieser Gebirgsregion sind für Bergbauprojekte, Wasserkraftwerke und Vorhaben mit fossilen Brennstoffen konzessioniert. Allein im Bergbau gibt es 103 Konzessionen in den Händen von Unternehmen aus acht Ländern.

Selbstversorgung mit Genmais?

18. Mai 2015

(Mexiko-Stadt, 12. Mai 2015, la jornada).- Im Rahmen des in Kürze beginnenden Prozesses über das Anbauverbot von Genmais „auf offenem Feld” in Mexiko, erging eine Aufforderung des vorsitzenden Bundesrichters des 12. Zivilgerichts in Mexiko-Stadt an die Beklagten: das Landwirtschaftsministerium (Sagarpa), das Umweltministerium (Semarnat) sowie mehrere von Monsanto angeführte multinationale Konzerne.

San Quintín: Unverantwortliche Trägheit

17. Mai 2015

(Mexico-Stadt, 12. Mai 2015, la jornada).- Von der Zermürbung zur Repression, von der Trägheit zum Hohn. So kann die Regierungsstrategie für die „Lösung“ des Landarbeiterkonfliktes von San Quintín zusammengefasst werden. Fast zwei Monate sind vergangen, seit am 17. März tausende Landarbeiter*innen dieser Enklave für den Agrarexport einen Generalstreik ausriefen, um die von ihnen erlittene brutale Arbeitsausbeutung an den Pranger zu stellen und eine würdige Lohnerhöhung einzufordern.

Die Kollektivklage der Maismenschen

03. Mai 2015

(Mexiko-Stadt, 18. April 2015, la jornada-poonal).- „Der zum Essen ausgesäte Mais ist heilige Grundlage des Menschen, der aus dem Mais geschaffen wurde. Zum Geschäftemachen ausgesät ist er der Hunger des Menschen, der aus dem Mais geschaffen wurde.“ Dieser einfache und tiefgründige Satz von Miguel Ángel Asturias gewinnt Tag für Tag mehr Bedeutungen. Das Geschäft, den Hunger zu säen, befindet sich heute in der Hand von vier Multis.

Gericht verfügt Stopp von Experimentier- und Pilotphasen

San Quintín: Die Revolte der Wegwerfbaren

24. März 2015

Der Aufstand der landwirtschaftlichen Tagelöhner im Tal von San Quintín könnte sehr gut ein neues Kapitel im Buch „Barbarisches Mexiko“ sein. Die von den Tagelöhnern erlittenen Arbeitsbedingungen und ihr Streik sowie die Straßenblockaden mit ihnen als Protagonisten stehen den dramatischen Erzählungen der Veröffentlichung von John Kenneth Turner in nichts nach. Dieser dokumentierte in seinem Buch die grausame Ausbeutung und Sklaverei, der die Kleinbauern und Indios im Mexiko von Porfirio Díaz unterworfen waren. Er berichtete über die Arbeiterstreiks.