Die entscheidende Phase hat begonnen

Sept. 2016

Mexiko hat zuletzt jährlich zwischen 50 000 und 60 000 Tonnen Honig produziert. Ungefähr die Hälfte geht in den Export, vor allem nach Europa. Einen bedeutenden Teil davon liefern die Imkerfamilien auf der Halbinsel Yucatán. Etwa 25 000 Maya-Familien in den Bundesstaaten Campeche, Quintana Roo und Yucatán beziehen große Teile ihrer Einkommen durch die Herstellung hochwertigen Bienenhonigs. Doch seit 2011 müssen die indigenen Imker um den guten Ruf ihres Honigs, ihre Bienenstöcke, ihre Umwelt und die eigene Gesundheit fürchten. Damals genehmigte Sagarpa die sogenannte Pilotaussaat von glyphosatresistenter Gensoja der Marke Roundup Ready von Monsanto in sieben mexikanischen Bundesstaaten, darunter alle drei Bundesstaaten der Halbinsel Yucatán. Ein Jahr später gab das Ministerium trotz negativer Gutachten anderer Regierungsinstitutionen sein Ja für die kommerzielle Aussaat auf insgesamt 253 500 Hektar. Mehrere zehntausend Hektar betrafen die Halbinsel. Maya-Gemeinden, Imkervereinigungen und Umweltorganisationen konnten mit gerichtlichen Aktionen die  kommerzielle Aussaat auf der Halbinsel bisher verhindern. Nun befindet sich die Auseinandersetzung in einer entscheidenden Phase.