Erstmals Mindestlohn - doch zu wenig

30. September 2015

(Mexiko-Stadt, 29. September 2015, poonal).- Zum ersten Oktober tritt in Mexiko ein einheitlicher Tagesmindestlohn von 70,10 mexikanischen Pesos (derzeit etwa 3,50 Euro) in Kraft. Zuletzt hatte es noch eine nach geografischen Kriterien entschiedene Zweiteilung gegeben. In der Zone B wurden bisher nur 68,28 Pesos gezahlt. Der Mindestlohn gilt für 59 Berufe. Offiziellen Angaben nach müssen in Mexiko etwa 2,5 Millionen Menschen vom Mindestlohn oder ausschließlich von Trinkgeld leben. Auf den Monat hochgerechnet entspricht der Mindestlohn einem Einkommen von 2.103 Pesos (etwa 105 Euro).

Yaqui-Führer nach Regierungswechsel in Sonora frei

28. September 2015

Mario Luna, der vor einem Jahr verhaftete Führer des Yaqui-Stammes im Bundesstaat Sonora ist seit dem 23. September wieder ein freier Mann. Fernando Jiménez, sein Mitstreiter im Kampf für die Wasserrechte der Yaqui, war bereits einen knappen Monat zuvor aus der Haft entlassen worden. Die beiden waren von der Mitte September aus dem Amt geschiedenen Regierung des Gouverneurs Guillermo Padres von der konservativen Partein der Nationalen Aktion (PAN) mit fadenscheinigen Argumenten der Freiheitsberaubung und des Raubs angeklagt worden, das Justizwesen spielte mit.

Weitere Journalist*innenmorde

08. Juli 2015

(Berlin, 08. Juli 2015, npl).- Die Liste der ermordeten Journalist*innen in Mexiko verlängerte sich innerhalb von einer Woche um drei weitere Personen. Am 2. Juli erschossen Unbekannte den Radiojournalisten Filadelfo Sánchez Sarmiento in der Stadt Miahuatlán, Bundesstaat Oaxaca. Sánchez Sarmiento, der auch für verschiedene Zeitungen in Oaxaca schrieb, hatte gerade seine Nachrichtensendung in der Station „La Favorita“ beendet. Nach unterschiedlichen Angaben erwarteten ihn ein oder zwei Personen auf der Straße und brachten ihn mit neun Schüssen um.