Land und Territorium

Entwurf des Agrarentwicklungsgesetzes: Wer Wind sät…

15. November 2018
npla.de

(Mexiko-Stadt, 15. November 2018, la jornada).- Als die indigene und bäuerliche Bevölkerung am 1. Juli 2018 zur Wahl ging, war eine ihre wichtigsten Erwägungen, ihr Recht auf Land und Territorium zu garantieren. Es war notwendig, die Plünderung ihrer Landstücke und natürlichen Güter zu stoppen, für die die Extraktivismus- und Stromindustrie sowie die Entwicklung von Megaprojekten verantwortlich waren. Der Wahlsieg des MORENA-Kandidaten für das Präsidentenamt war ein Ausdruck dieser Überlegungen.

Plünderung der Territorien und Kriminalisierung der Proteste

14. März 2018
Ila

Wir, das heißt das Projekt „Lateinamerika: global – nachhaltig" des Allerweltshauses Köln e.V., freuen uns, euch die Spezialausgabe der ila präsentieren zu dürfen. Nach fast einem Jahr seit Beginn unseres Projektes und nach der Umsetzung verschiedener Aktivitäten mit Aktivist*innen aus Ländern Lateinamerikas veröffentlichen wir gemeinsam mit den entstandenen Partnerschaften ein Dossier zum Thema Aktivismus in Lateinamerika.

Untergrabenes Feld – Bergbau in Mexiko

11. Mai 2018
npla.de

(Mexiko-Stadt, 11. Mai 2018, La Jornada/poonal).- Eine Errungenschaft der mexikanischen Revolution war, dass die Hälfte der nationalen Bodenfläche in Kollektivbesitz von indigenen und kleinbäuerlichen Gemeinden übergegangen sind. Dies bremste die Expansion von Extraktivismus- und Mega-Infrastrukturprojekten sowie industriell angelegten Monokulturen bis in die 1990er Jahre.

Alarmstufe Rot auf dem mexikanischen Land

21. April 2018
npla.de

 (Mexiko-Stadt, 21. April 2018, la jornada).- Das mexikanische Land ist kein beschaulicher Ort mehr, um in Kontakt mit der Natur zu treten. Oder die Lebensform verschiedener Gesellschaften kennenzulernen, die von dem abhängen, was die Erde ihnen gibt. Es ist zu einem gefährlichen Ort geworden, begehrt von verschiedenen Interessen, die sich in die Quere kommen: Energie- und Rohstoffförderunternehmen, „Narcos“ [Mitglieder der Drogenkartelle], Agroindustrie, Grundstücksgesellschaften und Bauherren von Megaprojekten.

Die Verteidigung der Ländereien

4. April 2018
npla.de

(Mexiko-Stadt, 4. April 2018, ).- Mitte März trafen sich Mitglieder von mehr als 20 indigenen Völkern, Vertreter*innen kleinbäuerlicher Gemeinden, Organisationen und Kollektive aus 23 mexikanischen Bundesstaaten in Mexiko-Stadt. Mit ihren eigenen Erfahrungsberichten als Grundlage setzten sie eine Landkarte der Bedrohungen zusammen, denen ihre Territorien ausgesetzt sind. Für die indigene Bevölkerung haben die Ländereien eine besondere Bedeutungen, die sie zum Teil eines größeren Ganzen machen, dem Territorium.

Die Menschen am Fluss

22. Februar 2018
npla.de

(Mexiko-Stadt, 22. Februar 2018, La Jornada).- Am 16. Februar versammelten sich die Agrargemeinden des Landkreises San Felipe Usila im Bundesstaat Oaxaca. Aufgerufen von ihrem Bürgermeister lehnten sie einstimmig das regionale Wasserkraftprojekt des Unternehmens ENERSI Generación SA de CV ab. Das Unternehmen will sich, unter dem Vorwand erneuerbare Energie zu produzieren, die Wasserläufe der Flüsse Perfume, Santiago, Verde und Grande aneignen. Diese speisen den Usila-Fluss, der wiederum in den Papaloapan-Fluss mündet.

Bergbaufreie Zone in Guerreros Hochland

26.Juli 2017

(Mexiko-Stadt, 26.Juli 2017, npl).- Die me’phaa-Gemeinde San Miguel del Progreso (von den me’phaa selbst Júba Wajíin genannt) im Bundesstaat Guerrero erreichte in ihrem Kampf gegen Bergbaukonzerne einen Urteilsspruch, der von Expert*innen als „historisch“ eingestuft wird. Die zuständige Richterin am Distriktgericht in Chilpancingo, der Hauptstadt des Bundesstaates, gab den kollektiven Rechten der indigenen Bewohner*innen Vorrang vor einer 2015 getroffenen Entscheidung des mexikanischen Wirtschaftsministeriums.

Wechsel der Gemeinde-Autoritäten im Lacandonen-Urwald

14. Mai 2017
überliefert von La Jornada

Wie jede drei Jahre, spielen bei der Wahl der Autoritäten in der Lacandonen-Gemeinde (Comunidad Lacandona) am 16. Mai eine Reihe sehr unterschiedlicher und mächtiger Interessen mit. Mehrheitlich sind es nicht die Interessen der indigenen Völker, die den Lacandonen-Urwald im Bundesstaat Chiapas bewohnen.

Bergbau, “Narco“ und indigene Gemeinden

9. Mai 2017

Rob McEwen ist ein wohlhabender kanadischer Unternehmer. Er ist Direktor und Haupteigentümer des Bergbaukonzerns McEwenMining. Die Gesellschaft investiert beträchtlich in Mexiko. Ewen ist hundertreichste Mann in Kanada und glaubt ungebrochen an den Wert des Goldes. Im April 2015 erlitt er einen harten Schlag. Ein Kommando überfiel das Bergwerk El Gallo 1, die in der Gebirgsregion von Mocorito im Bundesstaat Sinaloa liegt, und raubte 198 Kilo Gold. Die Diebe nahmen auf diese Weise 8,4 Millionen Dollar mit sich.