San Quintín: Unverantwortliche Trägheit

17. Mai 2015

(Mexico-Stadt, 12. Mai 2015, la jornada).- Von der Zermürbung zur Repression, von der Trägheit zum Hohn. So kann die Regierungsstrategie für die „Lösung“ des Landarbeiterkonfliktes von San Quintín zusammengefasst werden. Fast zwei Monate sind vergangen, seit am 17. März tausende Landarbeiter*innen dieser Enklave für den Agrarexport einen Generalstreik ausriefen, um die von ihnen erlittene brutale Arbeitsausbeutung an den Pranger zu stellen und eine würdige Lohnerhöhung einzufordern.

San Quintín: Die Revolte der Wegwerfbaren

24. März 2015

Der Aufstand der landwirtschaftlichen Tagelöhner im Tal von San Quintín könnte sehr gut ein neues Kapitel im Buch „Barbarisches Mexiko“ sein. Die von den Tagelöhnern erlittenen Arbeitsbedingungen und ihr Streik sowie die Straßenblockaden mit ihnen als Protagonisten stehen den dramatischen Erzählungen der Veröffentlichung von John Kenneth Turner in nichts nach. Dieser dokumentierte in seinem Buch die grausame Ausbeutung und Sklaverei, der die Kleinbauern und Indios im Mexiko von Porfirio Díaz unterworfen waren. Er berichtete über die Arbeiterstreiks.

Der neue indigene Aufstand

16. Mai 2014

(Mexico-Stadt, 29. April 2014, la jornada).- Die Neuformierung der Xi’iuy-Nation, bei der die zweisprachigen LehrerInnen eine wichtige Rolle gespielt haben, drückt verschiedene und sich ergänzende Aspekte aus: die Verteidigung des kollektiven Charakters ihrer Böden (die Xi’iuy verweigern sich der Parzellierung) und ihres Territoriums, die Rückgewinnung ihrer normativen Systeme, ihrer Institutionen und ihrer Sprache sowie die Organisation von Gemeindewachen.

Die Neuformierung der Xi’iuy-Nation

Die Unsichtbaren

10 Februar 2013

(Mexico-Stadt, 10. Februar 2013, la jornada).- Am 31. Januar um kurz vor 16 Uhr ließ die Explosion im Pemex-Gebäude alles andere in der Umgebung unwichtig erscheinen. In etwa drei Kilometern Entfernung startete am Monument des Unabhängigkeitsengels eine Demonstration in Richtung Zócalo [dem zentralen Platz vor dem Nationalpalast in Mexiko-Stadt]. Unsichtbar für die Medien und für das aufgrund der Tragödie zu Recht besorgte Land, handelte es sich um den bisher größten Protestmarsch gegen die Aussaat von Genmais in seinem Ursprungszentrum.
Zapata würde den Mais verteidigen!